Wie bekomme ich Kunden ohne Instagram?
Leute tippen ihr Problem ein und finden dich, ohne dir vorher zu folgen. So hab ich's umgestellt — und so sieht das praktisch aus.
Warum Instagram mich jeden Tag gebraucht hat
Ein Feed zeigt, was gerade passiert. Mein Post von gestern hat heute keinen mehr erreicht, egal wie gut er war. Deshalb hat sich das angefühlt, als würde ich jeden Morgen bei null anfangen. Weil ich's getan hab.
Dazu die Reihenfolge: Erst folgt dir wer, dann sieht sie dich über Wochen, dann kauft sie vielleicht. Vertrauen entsteht durch Anwesenheit. Und Anwesenheit kostet täglich Zeit, die keiner bezahlt.
Ein Follower ist kein Käufer. Das ist jemand, der zugestimmt hat, dich gelegentlich zu sehen.
Was in der Suche anders ist
In einer Suchmaschine kommt keiner zufällig vorbei. Sie tippt was ein, weil sie's lösen will. Und du kannst genau da auftauchen, ohne dass sie dich vorher kennt.
Im Feed: posten → hoffen → gesehen werden → wieder posten
In der Suche: Suche → Klick → Text → E-Mail → Angebot → Kauf
Der zweite Weg hat eine Eigenschaft, die alles ändert: Er arbeitet weiter, wenn du nicht da bist. Ein guter Text wird auch in einem Jahr noch gefunden. Ein Post von gestern nicht.
Pinterest ist dafür der einfachste Einstieg, weil da fast nur gesucht wird. Dasselbe Prinzip gilt für Google, nur dauert's dort länger.
Die vier Teile, die du brauchst
Egal auf welchem Weg, drunter liegt immer dieselbe Mechanik. Ich hab jeden Teil mal weggelassen und jedes Mal mit meiner eigenen Zeit dafür bezahlt.
- Was, das gefunden wird. Ein Pin oder ein Suchtreffer. Nicht schön, sondern auffindbar: Der Titel ist die Suchanfrage, nicht dein Spruch.
- Ein Ort, der ohne dich erklärt. Eine Seite, die eine Frage komplett beantwortet. Also die Arbeit, die du sonst abends in DMs machst.
- Was Kleines zum Kaufen. Der erste Kauf muss leicht sein. Aus einer Leserin wird eine Kundin, und Kundinnen kaufen wieder.
- Ein Draht, der hält. Eine Liste. Da entscheidet kein Algorithmus mehr, ob du gesehen wirst.
Die Reihenfolge entscheidet
Der häufigste Fehler ist nicht falsches Bauen, sondern die falsche Reihenfolge. Ich hab mit Sichtbarkeit angefangen, bevor's einen Ort und was Kaufbares gab. Die Reichweite war weg, bevor sie was bringen konnte.
Sinnvoll ist: Produkt, Ort, Liste, dann Sichtbarkeit. Zuerst das Kleine, das jemand kaufen kann — danach richtet sich alles aus. Dann die Seite, wo's erklärt wird. Dann das Anmeldefeld. Und erst dann die Pins.
Wer's umdreht, baut vierzig Pins, die auf eine Startseite führen, wo's nichts zu holen gibt. Arbeit gemacht, Wirkung verpufft.
Was das an Zeit kostet
Der ehrliche Vergleich: Täglich posten kostet ungefähr sechzig bis neunzig Minuten am Tag, im Jahr also rund 450 Stunden. Vierzig Pins bauen kostet einmalig dreißig bis sechzig Stunden — und die bringen im zweiten Jahr immer noch Leute auf deine Seite.
Der günstigste Kanal in Euro ist der teuerste in Stunden. Das ist der Posten, der auf keiner Rechnung steht.
Alle Zahlen sind Erfahrungswerte, keine Zusicherung.
Womit du heute anfangen kannst
Schreib eine einzige Frage auf, die du komplett beantworten kannst. Eine, die deine Kundin so eintippen würde. Beantworte sie auf einer Seite. Setz ans Ende was Kaufbares.
Das ist der ganze Anfang. Was danach kommt und in welcher Reihenfolge, steht unten.
Carina Anna Prav
Limitless Selling · Online-Business ohne tägliches Posten
Vierzig Pins. Ein Nachmittag.
So kommen 3.067 € im Monat zusammen.
Und im Papier steht der exakte Bauplan dazu: zwölf Hook-Muster zum Anpassen, ein fertiger Text zum Abschreiben, wie du Suchwörter verwendest und sechs Wochen zum Abhaken. 36 Seiten, 47 €, sofort als PDF. Beispielrechnung, kein Versprechen.