Ist Pinterest sinnvoll für Coaches?
Pinterest ist keine Bühne, sondern eine Suchmaschine. Das entscheidet, für wen es funktioniert. Hier steht, woran du vorher erkennst, ob du dazugehörst.
Kurze Antwort
Ja, wenn Leute dein Thema eintippen. Nein, wenn keiner danach sucht.
Klingt banal, ist aber der ganze Unterschied. Auf Instagram entscheidet ein Algorithmus, wem du gezeigt wirst. Auf Pinterest entscheidet jemand selbst, dass sie was wissen will, und tippt es ein. Du musst nicht beliebt sein. Du musst zur Frage passen.
Warum Pinterest nicht das ist, wofür die meisten es halten
Pinterest läuft unter Social Media und wird benutzt wie Google. Leute kommen mit einer Absicht: eine Frage, ein Vorhaben, ein Problem. Denen dort zu folgen, interessiert kaum wen. Die suchen.
Daraus folgen drei Dinge, und alle drei sind für dich günstig:
Niemand muss dich vorher kennen. Von fremd zu Leserin dauert einen Klick, nicht sechs Wochen Anwesenheit.
Ein Pin hört nicht auf zu arbeiten. Ein Beitrag hat seine Reichweite nach zwei Tagen hinter sich. Ein Pin wird noch gefunden, wenn du ihn längst vergessen hast. Bei mir bringen Pins aus dem letzten Jahr immer noch Leute auf die Seite.
Keine Anwesenheitspflicht. Zwei Wochen Urlaub kosten dich gar nichts.
Für wen sich's rechnet
Pinterest funktioniert dort, wo Leute ein konkretes Vorhaben haben und Anleitung suchen. Wenn deine Kundinnen bei Google Fragen zu deinem Thema stellen, stellen sie sie auch bei Pinterest.
Gut aufgehoben bist du, wenn dein Thema so aussieht:
- Es lässt sich in eine Frage übersetzen. „Wie schreib ich eine Stellenanzeige, auf die sich wer meldet?" ist eine Frage. „Mehr Leichtigkeit im Business" ist keine.
- Es hat ein Vorher und ein Nachher. Steuern, Ernährung, Bewerbung, Beziehung, Website, Verkauf, Gesundheit.
- Es wird geplant. Leute suchen dort, bevor sie was tun. Hochzeit, Umzug, Selbstständigkeit, Ernährungsumstellung.
Für wen nicht
Sei da ehrlich zu dir, das spart Monate:
Wenn dein Thema keinen Suchbegriff hat. Manche Arbeit ist echt und wertvoll und trotzdem was, das keiner eintippt, weil die Kundin gar nicht weiß, dass es das gibt. Dann ist Suche der falsche Kanal und Empfehlung der richtige.
Wenn du sofort Umsatz brauchst. Suche ist langsam. Die ersten Pins brauchen Wochen. Wer diesen Monat Geld braucht, ruft alte Kundinnen an. Das ist kein Rückschritt, das ist einfach das schnellere Werkzeug.
Wenn du nur die Plattform tauschen willst. Wer Pinterest wie Instagram benutzt, hat nichts gewonnen, nur schlechter. Täglich pinnen bringt weniger als vierzig Pins, die zu echten Suchanfragen passen.
Der Test vor dem Start
Zehn Minuten, keine Anmeldung nötig.
Öffne Pinterest und tipp ein, was deine Kundin eintippen würde. Nicht deinen Fachbegriff — ihre Worte. Achte auf zwei Sachen:
Ergänzt Pinterest deine Eingabe? Unter dem Suchfeld erscheinen weitere Wörter. Das sind echte Suchanfragen von echten Leuten. Wenn da was kommt, wird dein Thema gesucht.
Was zeigt die Trefferliste? Wenn da fast nur amerikanische Ergebnisse stehen und kaum deutsche, hast du ein Feld mit wenig Konkurrenz vor dir. Ist keine schlechte Nachricht.
Findest du gar nichts, probier zwei, drei andere Formulierungen, bevor du das Thema wegwirfst. Oft liegt's am Fachwort.
Was Pinterest nicht kann
Es bringt Leute auf deine Seite. Was dort passiert, entscheidet nicht Pinterest, sondern du.
Genau daran scheitern die meisten. Sie bauen Pins, die funktionieren, und schicken die Leute auf eine Startseite, wo's nichts zu holen gibt. Der Klick ist da, die Wirkung verpufft, und hinterher heißt's, Pinterest bringt nix.
Es braucht drei Dinge hinter dem Pin: eine Seite, die eine Frage komplett beantwortet, was Kleines zum Kaufen und ein Feld für die E-Mail-Adresse. In der Reihenfolge gebaut, nicht gleichzeitig.
Was du heute machen kannst
Schreib eine einzige Frage auf, die du komplett beantworten kannst. Eine, die deine Kundin so eintippen würde. Tipp sie bei Pinterest ein. Schau, ob sie ergänzt wird.
Das ist der ganze Test. Alles andere kommt danach.
Alle Zahlen sind Erfahrungswerte, keine Zusicherung.
Carina Anna Prav
Limitless Selling · Online-Business ohne tägliches Posten
Vierzig Pins. Ein Nachmittag.
So kommen 3.067 € im Monat zusammen.
Und im Papier steht der exakte Bauplan dazu: zwölf Hook-Muster zum Anpassen, ein fertiger Text zum Abschreiben, wie du Suchwörter verwendest und sechs Wochen zum Abhaken. 36 Seiten, 47 €, sofort als PDF. Beispielrechnung, kein Versprechen.